FDP Ennepe-Ruhr

Die Liberalen zwischen Ennepe und Ruhr

Stark vor Ort – Berufliche Weiterbildung

Unter diesem Motto tagten die Freien Demokraten im Ennepe-Ruhr-Kreis am Dienstag, den 11 September 2018, zu einem weiteren Termin ihrer Veranstaltungsreihe „Stark vor Ort“. Als Gäste durfte der Kreisvorsitzende der Liberalen, Michael Schwunk den Vorstandsvorsitzenden des HAZ in Hattingen, Manfred Gosker, den Geschäftsführer der Arbeitsagentur Hagen, Michael Stechele, den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ruhr, Johannes Motz, sowie die Sprecherin für Weiterbildung der FDP Landtagsfraktion, Martina Hannen MdL, begrüßen.

Zunächst stellte Manfred Gosker die vielfältigen Aktivitäten des HAZ – Arbeit & Zukunft dar. Gerade für junge Menschen brauche es in vielen Fällen bei Erstausbildungen eine intensive Betreuung. Er sei stolz darauf, dass in Hattingen so viele Jugendliche in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. „Jeder neu integrierte Jugendliche ist für uns ein persönlicher Erfolg,“ so Gosker vom HAZ. So informierten sich die Liberalen direkt vor Ort über die Aufgaben und Probleme.

Michael Stechele berichtete von den guten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote betrage in Hattingen 6,3 % (5,9% im EN-Kreis). Zurückhaltend dagegen äußerten sich beide über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Hier komme vorallem der Sprache eine große Bedeutung zu. Es seien aber vereinzelt schon Integrationsquoten von 30 % erreicht worden. Obwohl dies bei vielen auch ein langer Weg sei. Insgesamt stehe der Arbeitsmarkt durch den demografischen Wandel und die Digitalisierung in den kommenden Jahren vor großen Zukunftsaufgaben. Einerseits den Fachkräftemangel mit geeigneten Maßnahmen ausgleichen zu können und andererseits die Menschen im Berufsleben adäquat weiterzubilden und auf die Zukunft vorzubereiten. Die Arbeitsagentur fördere nunmehr auch die Weiterbildung in den Betrieben. „Wir bekennen uns zu dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe,“ so Stechele. Von den Betrieben wünschte er sich dagegen
mehr Eigeninitiative.

Johannes Motz berichtete von den großen Schwierigkeiten junge Leute für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. „Der Mangel im Handwerk ist längst deutlich vielfältiger geworden. Er umfasst nicht mehr nur Bäcker oder Fleischer, sondern auch insbesondere Friseure und Dachdecker,“ so Motz. Dabei seien die 33.000 Beschäftigten und rund 5.750 Betriebe in seinem Bezirk auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Der Handwerksberuf führe häufig in die Selbständigkeit und habe perspektivisch dazu gute und sichere Einkommensmöglichkeiten.

Dies konnte auch Martina Hannen, Landtagsabgeordnete der FDP, bestätigen. Dabei konnte sie auch von ihren persönlichen beruflichen Erfahrungen als Honorardozentin in der Weiterbildung berichten. Die Landesregierung habe die berufliche Weiterbildung mit Nachdruck vorangebracht. So werden nun bei den Ergotherapeuten, Logopäden und Krankengymnasten 70% der Ausbildungskosten vom Land NRW übernommen. Nach wie vor ein großes Problem sei es junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern.

Abschließend erklärte Michael Schwunk, Fraktionsvorsitzender der FDP, dass die Weiterbildung und deren Förderung ganz oben auf die Prioritätenliste der Politik gehöre. Dies gelte erst recht für den Ennepe-Ruhr-Kreis, der nach wie vor von seiner starken Industrie lebe.