FDP Ennepe-Ruhr

Die Liberalen zwischen Ennepe und Ruhr

Stark vor Ort – Mobilität der Zukunft

Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus und wie gestalten wir sie? Dieser Fragestellung widmeten sich im Rahmen der „Stark vor Ort“ – Themenabende die FDP-Kreistagsfraktion Ennepe-Ruhr mit zahlreichen Besuchern. Mit den Podiumsgästen Frau Dr. Andrea Hoppe, Referatsleitung Mobilität der Zukunft im MWIDE-NRW, Herrn Ralf Holtmann, Geschäftsführer AVU Netz GmbH und Herrn Stephan Rohleder, Geschäftsführer des Unternehmens und Austragungsort der Veranstaltung „das triebwerk GmbH“, diskutierte Bodo Middeldorf, Landtagsabgeordneter in NRW, gemeinsam mit 60 Gästen über das spannende Thema „Zukunft der Mobilität“.

Holtmann, Middeldorf MdL, Rohleder, Dr. Hoppe (v.l.n.r.)

Für die Landesregierung erörterte Dr. Andrea Hoppe vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW, das Sofortprogramm Elektromobilität des Landes, welches nicht nur die Kommunen und Unternehmen, sondern auch den normalen Bürger unterstützt. Mit der neuen Förderung wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter beschleunigt. Gefördert werden u.a. private Ladepunkte wie die sogenannten Wallboxen. Verbraucherinnen und Verbrauchern wird so die Entscheidung für saubere Elektrofahrzeuge erleichtert und die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut. Zu 85% werden heute die vorhandenen Elektrofahrzeuge zuhause oder beim Arbeitgeber geladen, die restlichen 15% decken Schnelllader an Parkplätzen oder Tankstellen ab. Ab 5. Februar 2018 fördert das Land auch die Errichtung von öffentlichen Ladesäulen und unterstützt die Kommunen bei der Elektrifizierung ihres Fuhrparks.

Michael Schwunk eröffnet die Diskussionsrunde

Durch den großen Zuwachs an Elektromobilität werden in den nächsten Jahren zusätzliche Geschäftsfelder eröffnet. Ralf Holtmann, Geschäftsführer der AVU Netz GmbH, sieht dies als Chance und gleichzeitig als große Herausforderung für sein Unternehmen. Durch den engen Kontakt zwischen Netzbetreiber und Bauträger können beim Bau neuer Objekte die Anforderungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur effizienter umgesetzt werden. Wohnungsbaugesellschaften werden für die Elektromobilität sensibilisiert. Es hilft, die Attraktivität der Bauten zu steigern und erleichtert die Vermarktung. Ziel ist es auch, Stromnetze intelligenter zu gestalten. Wallboxen könnten je nach Nutzung effizienter gesteuert werden, so dass schlussendlich auch Bürgerinnen und Bürger davon profitieren.

Stephan Rohleder, Inhaber von „das Triebwerk GmbH“, gab einen spannenden Überblick über das breite Feld der Möglichkeiten in der Zukunft der Mobilität. Etablierte Unternehmen wie car2go, nextbike, oder Uber verändern in Städten schon heute das Mobilitätskonzept enorm. Diese und weitere Unternehmen, Taxistationen sowie der öffentliche Personennahverkehr kooperieren als Beispiel mit Moovel, einer Mobillitätsapp, die unterschiedlichste Optionen zur Zielerreichung angeben kann. Die Landesregierung NRW hat hier die wichtige Aufgabe, Experimentierfelder zu eröffnen und dabei zu helfen, sich anders und attraktiver durch den Raum zu bewegen.

Neben den interessanten Beiträgen und Gesprächen durfte man sich über den außergewöhnlichen Veranstaltungsort freuen. In der Event-Werkstatt „das triebwerk“ werden hauptsächlich Porsche 911 und 356 sowie die frühen VW-Busse T 1 und T 2 restauriert und neu entwickelt. Die Firmeninhaber Stephan Rohleder und Christian Wilms haben hier ihre Leidenschaft erfolgreich zum Beruf gemacht. Ökologische und ökonomische Ziele lassen sich am besten durch Technologieoffenheit realisieren. Elektromobilität, neue Antriebstechnologien oder neue Kraftstoffe – sie alle spielen dabei eine wichtige Rolle. Elektromobilität ist ein Beitrag zu einer neuen Mobilität: Vernetzt, digital und klimagerecht ist die Elektromobilität Innovationstreiber in eine digitale Welt.

Volles Haus: Viele Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind der Einladung der Liberalen gefolgt

Die NRW-Koalition hat den Anspruch, das Land zum Vorreiter bei der Entwicklung, Erprobung und Anwendung neuer Mobilitätssysteme zu machen. NRW soll ideologiefrei und ergebnisoffen fit für den Verkehr der Zukunft gemacht werden. Intelligente, zukunftsweisende Antriebs- und Verkehrskonzepte, ein moderner ÖPNV, eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger, autonomes Fahren – die Chancen der Digitalisierung müssen für die Weiterentwicklung der Mobilität in NRW genutzt werden.